Wärmepumpensysteme
Damit man die Verluste im Kreisprozess einer Wärmepumpe weitestgehend minimieren kann, muss man die bestimmenden internen Einflüsse der jeweiligen Wärmepumpen-Schaltung entsprechend dem verwendeten Kältemittel untersuchen. Somit kann die Effizienz der Schaltung deutlich erhöht werden. Natürlich bestimmen auch die äußeren Faktoren wie Wärmequelle und Wärmesenke die Verdampfungs- bzw. Kondensationstemperaturen die Effizienz einer Wärmepumpe.
Kombi-Wärmepumpe
Diese Wärmepumpenschaltung unterscheidet sich deutlich von der herkömmlichen Wärmepumpe. In dieser Schaltung erfolgt die Auskopplung der Wärme temperaturgestuft.
Das Ergebnis der Schaltung zeigt, dass sich die nutzbare Heizleistung erhöht aber die Antriebsleistung der Pumpe unverändert bleibt. Damit steigt die Leistungszahl des Prozesses erheblich an.
Bei der Kombi-Wärmepumpe konnten die Verluste bei der Wärmeübertragung auf das Nutzmedium und während der Entspannungsphase des Kältemittels deutlich reduziert werden und die aufzuwendende Antriebsenergie verringert werden.
Mit einer Kombi-Wärmepumpe lassen sich Leistungszahlsteigerungen von bis zu 20 Prozent erzielen (Warmwasserversorgung).
Die Kombi-Wärmepumpe bietet einen großen Vorteil, denn für die Warmwasserbereitung sind aus Hygienegründen Temperaturen von über 50 Grad Celsius erforderlich.
Zweikreis-Wärmepumpe
Die Zweikreis-Wärmepumpe eignet sich für sogenannte Niedrigtemperaturheizungen, bei denen die Vorlauftemperatur unter 40 Grad Celsius liegt.
bestens geeignet sind Fußbodenheizungen oder Wandheizungen mit Auslegungstemperaturen von 30 - 35 Grad Celsius.
Gegenüber herkömmlichen Wärmepumpen sind z.B. für die Warmwasserbereitung im Winterbetrieb nur 40% der Antriebsleistung erforderlich; im Sommerbetrieb ca. 80%.
Im reinen Heizbetrieb erhöhen sich die Leistungszahlen um ca. 10% im Vergleich zur Basis-Wärmepumpe.
Die Zweikreis-Wärmepumpe bietet einen weiteren Vorteil. Bei dieser Wärmepumpe kann man in einem zweiten Kreis höhere Temperaturen bereitstellen.
Um dies zu ermöglichen, wird die Wärme in einem besonders effizient Verfahren vom Kondensat auf den vom Verdichter angesaugten Dampf übertragen.
